Halloween 2021

Der November naht und vielen wird es nun wieder bang ums Herz, gilt doch der November hierzulande als Todesmonat, obwohl statistisch betrachtet, die meisten Personen im Februar die Löffel abgeben.

 

Warum hat der November diesen schlechten Ruf? Liegt es daran, dass wir alle bewusst oder unterbewusst bemerken, dass sich die Schleier zur Anderswelt lichten?

 

Die alten und neuen Heiden gedenken heute am 31. Oktober den Toten. Samhain, das keltische Neujahrsfest gilt es traditionell zu feiern. Das Fest, einst nach Amerika ausgewandert, schwappte vor Jahren neuzeitlich mutiert als Halloween zu uns über den großen Teich. Als meine Tochter noch klein war, machte es noch Spaß, dieses gruselig zu feiern. Heute dagegen mag ich es eher gemütlich, bastle Schiffchen mit Gaben für die Ahnen. Kekse, Blumen und für die Nixen Glasperlen nicht vergessen.

 

 

Morgen, am 1. November, gedenken wir dann der Creme de la Creme des christlichen Glaubens, den Heiligen, bevor wir uns übermorgen, den armen Seelen, gefangen im Fegefeuer, zuwenden. Heiden, Katholiken, Protestanten dicht gedrängt wird nun an die Toten gedacht und gefeiert. Ob still oder laut gedacht und gefeiert, die Erinnerung an die Sterblichkeit löst bei manchen Ängsten statt Seelenfrieden aus.

 

Mein persönlicher Rat für die kommende dunkle Zeit: Feiert das Leben, denn dieses ist vergänglich.

 

Ich lausche heute der Orff´schen Carmina Burana und gedenke der Lebenden und Toten.