Der lange Abschied

Auf der Rückseite des Diogenes-Taschenbuch (ISBN 978-3-257--20207-6) findet sich folgende Beschreibung des Romans:

 

"Terry Lennox ist ein Säufer, und das ist nicht sein einziges Problem. Seine millionenschwere Frau wurde ermordet. Die Polizei hat ihn in Verdacht. Da wendet er sich an seinen einzigen Freund: Privatdetektiv Philip Marlow. Der Freundschaftsdienst führt Marlow nach Idle Valley, wo die Reichen von Los Angeles sich mit Affären und Alkohol die Zeit vertreiben. Bald steckt er in tief in der Tinte."

 

Der Text kurz und bündig. Mein Interesse ist geweckt und ich lese die ersten Zeilen des Buchs.

 

„Als ich Terry Lennox zum ersten Mal zu Gesicht bekam, lag er betrunken in einem Rolls Royce Silver Wraith draußen vor der Terrasse des Dancers. Der Parkwächter hatte den Wagen gebracht und hielt immer noch die Tür auf, weil Terry Lennox linker Fuß immer noch draußen baumelte, als hätte er vergessen, dass er einen besaß.“

 

Ein paar Worte und schon bin ich angefixt. Okay - das Buch unbedingt kaufen. Was werde ich wohl, wenn ich die folgenden 375 Buchseiten auf der Seelenebene der Literatur gelesen haben, über die Seele des Buches erfahren haben? Warum sich jetzt schon darüber Gedanken machen. Vor ca. 35 Jahren habe ich Chandler gerne gelesen. Vielleicht sogar diesen Roman. Wird sich die damalige Faszination Chandler wieder einstellen?