Die Gabe

Ein Übungsbild für die Schüler des Lehrpfades: "Die Seele der Bilder"

Das Bild Die Gabe - Acryl  80 cm x 60 cm copyright Ulrike Krzistetzko
DIE GABE - Acryl 80cmx60cm copyright Ulrike Krzistetzko

Es war 2010 als Ulrike, dieses vorangestellte Bild malte, wobei sie gleichzeitig nebenbei mit einer Freundin telefonierte. Dieses Bild entstand en passant, in einer Zeit, wo einige ihrer Biografie-Workshops sich um Maler und deren Kunst drehten.  Was auch immer das Unbewusste von Ulrike grade beschäftigte, es hinter lies einen eindeutigen Fingerabdruck in diesem, für mich sehr gelungen, Bild. 

 

Als ich das Bild auf der Seelenebene der Malerei erforschte, fand ich schnell den Begriff „die Gabe“ für das Original.  Was ist eigentlich eine Gabe? Der Begriff hat mehrere Bedeutungen wir können darunter ein materielles oder immaterielles Geschenk verstehen, oder ein Talent eine Begabung, die uns in die uns Wiege gelegt wurde. Bei letzterer Sichtweise schwingt schon eine Verpflichtung mit etwas aus unseren Talenten zu machen. Doch manchmal kennen wir unsere Talente nicht wir wissen nichts über unsere Begabung manchmal spüren wir unsere Begabung aber das Leben verhindert, dass wir unsere Begabungen in diese Welt hineinbringen. Besonders unsere Erziehung macht uns häufig einen Strich durch die Rechnung.

 

Wer sich in den 80er Jahren mit Psychologie und Erziehung auseinandergesetzt hat, kam nicht umhin Alice Miller und das Drama des begabten Kindes zu lesen. Ein Drama, das darin besteht, dass die sensiblen Kinder schon recht früh die Bedürfnisse der Eltern spüren und sich ihnen anpassen und die eigenen Bedürfnisse und Gefühle als unerwünscht erfahren. Die eigenen Neigungen werden abgespalten, dadurch entsteht Verunsicherung und seelische Verarmung. Das eigene Potenzial wird nicht ausgeschöpft. Nicht nur das, es wird negiert. 

 

Es hat sich viel getan, um die Begabung von Kindern zu erkennen und sie auch entsprechend (schulisch, gesellschaftlich, psychologisch, …) zu fördern. Einer mag musisch veranlagt sein, ein andere handwerkliches geschickt besitzen und der Nächste im Bereich des logischen Denkens sein Talent entdecken. Betrachte wir Menschen unter dem Blickwinkel der Begabung unterscheiden wir sehr schnell zwischen minder- oder unbegabten, normal begabten oder gar hochbegabten. Entspricht diese Sichtweise von Begabung, dessen was sich in diesem Bild von Ulrike offenbart? Ist eine Gabe einer Begabung gleichzusetzen?

 

Meine  Antwort lautet nein. Die Gabe bezieht sich auf die Seele des Menschen und besitzt eine spirituelle Dimension für sein Leben. Sie gibt uns einen Hinweis auf das, warum wir geboren wurden (-> Seelenauftrag). Wir selbst sind ein Geschenk und erweisen uns hoffentlich nicht, als ein Danaergeschenk für die Welt. Kein Mensch wird ohne Gabe geboren. Ein offensichtliches oder verborgenes Talent kann zur Gabe dazugehören, muss es aber nicht. Die Gabe besitzt einen spirituellen Berührungspunkt.  

 

Lassen wir dieses obige Bild, auf der Seelenebene der Malerei, auf uns in Form einer Seelenschulung auf uns wirken, erfahren wir über kurz und lang etwas über unsere Gabe. Spirituelles Wachstum ist der Lohn unserer Bemühung. 

 

Übung für die Lehrer des Lehrpfades

 

  • 4 x eine 2 stündige selbst induzierte Seelenschulung zum Originalbild (Abstand 7 Tage) durchführen
    1. Seelenschulung um die seelische Qualität des Bildes zu verstehen
    2. Seelenschulung um sich dem Thema Gabe tiefer zu öffnen
    3. Seelenschulung zum Thema "Gaben erkennen können"
    4. Seelenschulung zum Thema "Seine Gaben ins Leben bringen"