Vom Wandel des Selbst

"Ich bin, was mir gefällt",

lautet ein Artikel (vom 20.04.2021) von Christiane Gelitz, Diplompsychologin und Redakteurin bei »Spektrum.de«. Sie berichtet über die Ergebnisse einer Untersuchung von Philosophen Joerg Fingerhut (Berliner Humboldt-Universität) und seinem Team. Ich zitiere vier Passagen aus dem Artikel von Frau Gelitz:  

  • Sinn für Ästhetik, Liebe zur Kunst, Musikgeschmack: All das bildet einen Teil der Identität. Wer eine neue "Leidenschaft entdeckt, fühlt sich deshalb oft wie ein anderer Mensch." 
  • "In der mehrteiligen Versuchsreihe verglich das Team um Fingerhut, wie gravierend die Versuchspersonen verschiedene Veränderungen in ihren Vorlieben empfinden würden. Den Wechsel von Klassik zu Hiphop stuften sie als ähnlich bedeutsam ein wie eine neue Religionszugehörigkeit und bedeutsamer als etwa die Essensvorlieben. Die Vorstellung von einer neuen Passion für abstrakte an Stelle von traditioneller Kunst wirkte sich ebenso stark aus. Dabei kam es aber auch darauf an, wie sehr sich die Stile unterschieden:"
  • Es spielte keine Rolle, ob es sich um passive oder aktive Vorlieben handelte, etwa Musik zu hören oder selbst Musik zu machen, berichten Joerg Fingerhut und seine Kollegen. »Es ist die Beschäftigung mit Ästhetik, nicht die damit verbundene Aktivität, die das Urteil über die Identität bestimmt.«
  • Fazit der Forschenden: »Unsere ästhetischen Vorlieben bilden eine zentrale Komponente unserer Identität.«

Dieser Artikel bestätigt mein eigenes Empfinden über die persönlichkeitsfördernde Kraft der Kunst in unserem Leben. In unseren Seminaren hat die Beschäftigung mit Kunst seit 2007 stets zugenommen und hat ihre Kraft unser Selbst positiv zu wandeln deutlich bewiesen. 

 

Sie finden den vollständigen Artikel auf Spektrum.de.