"Die Natur" von Alphonse Mucha

Zum Ersten, zum Zweiten, zum Dritten! Eine Doku-Reihe bei Arte

Arte verschönt uns den Lockdown mit vielen Kunst-Dokumentationen. Eingebunden im Rahmen einer Versteigerung erfährt man wesentliches über Künstler und seinem Werk. In diesem Fall über den Künstler Alphonse Mucha und "die Natur". Eine sehenswerte Doku. 

 

Aus Wikipedia erfahren wir über den Künstler (Auszugsweise):

 

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Alfons Maria Mucha  (24. Juli 1860 in Ivančice (Eibenschütz) in Mähren; † 14. Juli 1939 in Prag) war ein tschechischer Plakatkünstler, Grafiker, Illustrator, Maler, Amateurfotograf und Kunstgewerbler, der als einer der herausragenden Repräsentanten des Jugendstils gilt.

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Mucha begann seine künstlerische Laufbahn als Autodidakt. Nach seiner Schulausbildung und nachdem er einige Zeit als Bürokaufmann gearbeitet hatte, wurde er im Atelier Kautsky-Brioschi-Burghart in Wien angestellt, wo er mit Bühnenmalereien, vor allem für das Ringtheater, betraut wurde. Nach dem verheerenden Brand des Ringtheaters 1881 wurde er als jüngster Mitarbeiter zuerst entlassen und hielt sich eine Weile mit Zeichnungen und Porträts über Wasser.

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Anlässlich der Weltausstellung von 1889 zog Mucha von München nach Paris, zu dieser Zeit das Mekka der Künste. Dort nahm er Unterricht bei verschiedenen Lehrern, wobei er in bescheidenen Verhältnissen lebte, sich mit kleinen Aufträgen für Buchillustrationen aber über Wasser halten konnte. Er hatte für kurze Zeit ein gemeinsames Studio mit Paul Gauguin. Als er bei der Weltausstellung die Slawen unter osmanischer Herrschaft in Bosnien entdeckte, begann sein Interesse an der Kultur der Slawen, das ihn später zu seinem unkommerziellen Hauptwerk, dem Slawischen Epos, inspirierte.

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Zum Durchbruch verhalf ihm eine Gelegenheitsarbeit für Sarah Bernhardt, die bekannteste westliche Schauspielerin der Jahrhundertwende. Kurz vor Weihnachten 1894 suchte sie nach einem Künstler, der ein Veranstaltungsplakat für das Theaterstück „Gismonda“ entwerfen könnte, da ihre üblichen Auftragnehmer ausgefallen waren. Mucha erfuhr dies zufällig beim Besuch einer Druckerei und bot sich an. Er bekam den Auftrag, und so hingen zwei Wochen später überall in Paris seine Plakate, die ihn weltbekannt machen sollten. Sie waren so begehrt, dass fast alle frei gezeigten von Kunstfreunden gestohlen wurden. So wurde Mucha zu einem der begehrtesten Plakatkünstler der Belle Époque.

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1896 entwarf Mucha für Sarah Bernhardt als Kameliendame ein Plakat, das vielfach als einer der frühen Höhepunkte der Jugendstil-Plakatkunst betrachtet wird.

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Mucha war auch als Amateurfotograf tätig und nutzte seine Fotografien als Vorlagen für seine Grafiken.

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1901 wurde Mucha Ritter und 1934 Offizier der französischen Ehrenlegion. Mucha war Mitglied im Bund der Freimaurer und gilt nach dem Historiker Jaroslav Šebek (* 1970) als ein Wiederbegründer der tschechischen Freimaurerei.

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In seiner Spätphase löste Mucha sich schließlich vom Jugendstil und schuf von 1911 bis 1928 ein monumentales Epos über die Geschichte der slawischen Völker, das Slawische Epos, einen aus 20 riesigen Gemälden bestehenden Zyklus, den er nach Fertigstellung der Stadt Prag schenkte. Finanziell unabhängig, lebte er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern auf einem Schloss nördlich von Prag.

 

Mucha war einer der Ersten, die nach dem Einmarsch der deutschen Truppen 1939 interniert wurden. Er starb kurz darauf an den Folgen einer Lungenentzündung. Sein Sohn Jiří Mucha war tschechischer Kosmopolit, Schriftsteller, Publizist und Drehbuchautor.